about
Für mich begegnen sich in der Musik das Ewige und das Vergängliche zugleich. Nichts ist so flüchtig wie ein Ton – kaum erklungen, gehört er schon der Vergangenheit an. Denn Ewigkeit bedeutet nicht einfach verlängerte Zeit, sondern jenen Ort, dem die Musik letztlich zustrebt. Tief in unseren Herzen kann dabei eine Verbindung entstehen, die über den Moment hinausreicht.
Was ich über mich selbst sagen kann, ist rasch erzählt und nicht sonderlich aufregend. Ich wurde 1951 geboren, wie tausend andere auch – genauer gesagt am 1. Juni, um die Mittagszeit. Man gab mir den Namen Bruno, und so kam es, dass ich der bin, der ich heute bin: Bruno Bucher. Seither wurde mein Geburtstag Jahr für Jahr gefeiert, so wie es die meisten Menschen tun. Es gab Höhen und Tiefen, ganz wie bei jedem anderen auch. Ich bin also nichts Besonderes. Aber vielleicht ist gerade das etwas Besonderes: dass jeder Mensch auf seine Weise nichts besonders ist – und wir zugleich einfach das sind, was wir sind. Denn das, was man im Leben tut, das ist man.
Musik begleitet mich beinahe mein ganzes Leben lang. In letzter Zeit komponiere ich sehr viel, lese und schreibe, was das Zeug hält, und glaube an Dinge, deren Existenz sich nicht beweisen lässt.
Am Ende weiß ich nicht, ob ich die Musik gefunden habe oder sie mich. Ich weiß nur, dass ich seither in diesem Zwischenraum lebe – zwischen dem Ton, der vergeht, und dem, was bleibt.
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